Fischerei

In Rosenberg gab es viele Erwerbszweige. An erster Stelle ist die Fischerei zu nennen. Die Fischereiart, war die "Garnfischerei ". Zu jedem Garn gehörte ein Netz von ca. 18o Meter, welches in einem " Sack" endete.  Zu jedem Garn gehörten zwei Boote, die so genannten "Angelkähne." Jeder Kahn hatte einen Eigener und dazu kamen zwei Gehilfen. So wie bekannt, gab es in Rosenberg 6 Garne, also 12 Boote mit 36 Mann Besatzung. Die Rosenberger Fischer fuhren morgens zum Fang raus und kehrten abends wieder heim. War einmal Windflaute, fuhren die Fischhändler, die Motorboote hatten raus und holten die Angelkähne heim. Übrigens jeder Fischer hatte seinen festen Fischhändler. Die aufgekauften Fische wurden über Land oder Pillau, sogar bis Königsberg verkauft. Das Haff war ein Süßwasserhaff. Gefangen wurden von der Jahreszeit abhängig folgende Fische: Brassen, Zander, Aale, Flundern, Heringe, Stint und Kaul­barsche. Wenn im Winter das Haff zugefroren war, fuhren die Fischer mit schweren Segelschlitten zum "Butzen" aufs Haff. Dieses war eine besondere Art des Fischfanges. Eine erwerbslose Zeit hatten die Fischer, wenn im Frühjahr das Eis nicht mehr hielt. Sie nutzen diese Zeit um Netze und Geräte zu reparieren.