Ostpreußenreise 2008

Unser Besuch in Rosenberg am 26. April 2008

Bericht von Herta Hoffmann

 

Es ist immer wieder ein bewegender Moment, wenn man in Grunau an der Grenze steht und weiß, es sind nur noch wenige Kilometer bis in den Ort deiner Kindheit. Mir kullern zu schnell die Tränen die Wange herunter, sei es aus Freude oder Trauer. Doch ich denke, es ist mehr die Freude mein Rosenberg wieder zu sehen. Und in diesem Jahr bin ich ganz gespannt, denn wir haben uns mit unseren russischen Freunden am Gedenkstein in Rosenberg verabredet. Dank unseres Freundes und Organisators Rudi Venohr wurde unsere Reisegruppe durch Dr. Peck und Anatoly und mit einigen ihrer Familienmitglieder an unserem Gedenkstein mit einer Imbisstafel, voll mit russischen Spezialitäten, empfangen. Das war eine gelungene und herzliche Begrüßung. Wir ließen uns die Speisen munden. Leider war der Aufenthalt viel zu kurz für diesen großen Aufwand. Doch wie sagt man so klug: "in der Kürze liegt die Würze ".

 

Unser Gedenkstein und die Platten drumherum waren sauber geputzt, es war alles wie geleckt. Wie es sich zum Geburtstag gehört. So fand unser mitgebrachte Blumenkasten auch einen gepflegten Platz. Das haben wir Anatoly zu verdanken. Natürlich hatte ich auch einen Briefumschlag mit Inhalt vorbereitet, den ich ihm gerne überreicht habe. Anatoly ist ein ausgesprochen sympathischer Mensch. Dass Dr. Wladimir Peck uns persönlich mit Speisen und Trank bedient hat, das empfinde ich als eine ganz besondere Ehre. Es ist von einem ganz besonderen Wert, dass wir diesen Kontakt haben, den sollten wir auch hegen und pflegen.

 

Mit einem, vielleicht waren es auch zwei, Wodka im Bauch, und unserem Lorbass unter dem Arm marschierten wir zum Hafen. Trostlosigkeit wie eh und je. Zuerst gehen wir nach links, in Richtung Sportplatz, Modder, Modder der Weg wird immer verrückter. Wir gehen weiter, denn wir wollen das Haus von Hermanns sehen. Aber nuscht nicht zu finden Alles abgebaut, die Grundmauem konnten wir nur noch erahnen. Auf der rechten Seite des Hafens, zur Beeck hin, der kleine Badestrand mit dem Steg ins Wasser, der 2005 bei unserem Besuch, Hoffnung singnalisierte, war weg und alles verwildert.

 

Dennoch hört man von Bürgermeister Oleg Schlick, der Rosenberger Hafen soll für den Tourismus ausgebaut werden. Wenn ihm das gelingen sollte, werden wir ihm auch persönlich gratulieren. Wir drücken unserem Rosenberg die Daumen, auf dass es eines Tages wieder glänzen möge.